Bei Kanalbauarbeiten am 21.09.2009 im Fürther Stadtteil Poppenreuth wurde gegen 16:30 Uhr eine mit 130 Kilogramm Sprengstoff gefüllte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg neben einer Wohnsiedlung und dem IKEA-Möbelhaus gefunden. Nach einer abendlichen Lagebesprechung wurden die Vorbereitungen für die Sprengung am nächsten Tag getroffen. Nach dem die ca. 2200 Anwohner am 22.09.2009 gegen 8:00 Uhr aus ihren umliegenden Wohnungen in Sicherheit gebracht worden sind, konnte die Bombe gegen 9:35 Uhr fachgerecht durch die Spezialisten vom Sprengkommando Feucht entschärft werden. Gegen Mittag waren die meisten Anwohner in Ihre Wohnungen zurückgekehrt.

Bei dem Großeinsatz waren neben den Polizeikräften auch das BRK mit 34, das THW mit 50 und die Feuerwehr mit 57 Einsatzkräften vor Ort. Der Sammelpunkt für die Einsatzkräfte wurde auf dem gegenüberliegenden Selgros Parkplatz eingerichtet. Die Rettungsdienstkräfte evakuierten und betreuten vor allem gehbehinderte und liegebedürftige Anwohner.

Die BRK-Bereitschaft Rosstal wurde gegen 5:45 Uhr über den Kreisverband Fürth von der Leitstelle Nürnberg alarmiert. Auf Anweisung der örtlichen Einsatzleitung verbrachte der Roßtaler Krankenwagen im Laufe der Evakuierung zwei Gehbehinderte Personen aus dem Gefahrenbereich in die Kantine bei Möbel Höffner. Hier wurden ca. 200 Bürger mit Kaffee versorgt.

Nachdem sich dann gegen Mittag die Lage entspannte, konnten die Einsatzkräfte der Bereitschaft Rosstal gegen 11:30 Uhr den Einsatz beenden.

(bak)