Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, hatte die Freiwillige Feuerwehr Zirndorf unter Einbindung des BRK–Kreisverbandes Fürth und der Heimleitung des Seniorenwohnheimes am Mittwoch den 09.06.2010 eine größere Evakuierungsübung angesetzt.

Im neuen Seniorenwohnheim in Oberasbach, Saalfelder Straße mussten bei einem angenommenen Zimmerbrand in einem Seitenflügel des Gebäudes mehrere verletzte Personen und zusätzlich ca. 25 gehfähige sowie bettlägerige Heimbewohner durch die Feuerwehr über die Fluchtwege aus dem Gebäude gerettet werden. Einige nicht gehfähige Heiminsassen sollten mittels Drehleiter geborgen und dem Rettungsdienst- und Sanitätsdienstpersonal übergeben werden.

Das Übungsobjekt lag mitten in einem Wohngebiet hinter der Rothenburger Straße. Die vorhandenen Anliegerstraßen in der unmittelbaren Umgebung des Heimes waren aufgrund parkender Fahrzeuge z.T. sehr beengt. Stauräume für die Einsatzfahrzeuge und Flächen für Bereitstellungsräume waren in unmittelbarer Nähe des Übungsobjektes nur sehr begrenzt vorhanden.

Gegen 19:00 Uhr wurde aufgrund eingehender Notrufe über einen Brand im Seniorenwohnheim die Feuerwehr Zirndorf alarmiert. Nach dem Eintreffen und der ersten Erkundung durch die Feuerwehr wurden in Folge der Rettungsdienst, Notarzt und der Einsatzleiter Rettungsdienst alarmiert. Zeitgleich erfolgte die Alarmierung der Schnelleinsatzgruppen (SEG´n) bestehend aus den BRK-Bereitschaften aus Roßtal, Zirndorf, Puschendorf, Stein und Oberasbach. Um den Funkverkehr unter realistischen Bedingungen üben zu können, wurde seitens des Sanitätsdienstes die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UGSanEL) - Fürth Land aus Zirndorf angefordert, die die Einsatzleitstelle darstellte.

Durch die ersteintreffenden Fahrzeuge des Rettungsdienstes am Schadenort erfolgte die Lagemeldung an die BRK-Einsatzleitung, welche den Kontakt zur Einsatzleitung der Feuerwehr herstellte. Danach erfolgten Absprachen zum Standort der BRK-Einsatzleitung sowie der notwendigen Raumordnung (Zufahrtsmöglichkeiten, Übergabepunkte für Verletzte und Betroffene usw.).

Gegen 19:15 Uhr ergab sich folgendes Lagebild:

  • Die Feuerwehr war im Bereich des Gebäudes mit der Brandbekämpfung und der Evakuierung der Heimbewohner beschäftigt;
  • Erste Bewohner wurden mittels Drehleiter aus dem Gebäude geborgen;
  • Unterstützt durch die Pflegekräfte des neuen Seniorenwohnheimes war eine hohe Anzahl von leichtverletzten und Betroffenen Bewohnern bereits in Sicherheit gebracht und am Patientenübergabepunkt an die Kräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes übergeben worden;

Im Sichtungszelt, dass sich im unmittelbaren Bereich des Übergabepunktes Feuerwehr/BRK und der Hauptzufahrt zum Seniorenwohnheim befand, wurden die Verletzten und Betroffenen gesichtet und einer medizinischen Erstversorgung zugeführt.

Danach erfolgte durch die Kräfte des Sanitätsdienstes die Registrierung der Bewohner. Teilweise unterstützt wurde das BRK durch die Pflegekräfte, welche es ermöglichten, dass alle Betroffenen innerhalb kurzer Zeit erfasst werden konnten.

Im Anschluss erfolgte die Weiterleitung entweder zu den Verletztenablage- und Behandlungsplätzen oder an die bereitgestellten Rettungs- und Sanitätsdienstfahrzeuge am Krankenwagenhalteplatz. Von hier wurden die Betroffenen Personen in die umliegenden Krankenhäuser transportiert.

Allein mit der medizinischen Versorgung der rund 30 Patienten waren bei dieser Übung 28 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus den BRK-Bereitschaften Roßtal, Zirndorf, Puschendorf, Stein und Oberasbach voll beschäftigt.

Bei Temperaturen um die 30 Grad waren nach ca. 1 Stunde alle Heimbewohner gerettet und versorgt. Anschließend gab es für alle beteiligten Helfer des BRK und der Feuerwehr eine kleine Brotzeit zur Stärkung. In der folgenden Übungsbesprechung wurde die gute Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen bestätigt und auf die Notwendigkeit solcher Übungen hingewiesen.

(bak)